Kind mit Skihelm

Skihelm für Kinder

Skihelm kaufen oder Leihen?

Erst einmal stellt sich die grundsätzliche Frage: Helm kaufen, oder Helm leihen? Ich habe da eine ganz klare Meinung zu, nämlich Helm kaufen. Das hat einen ganz einfachen Grund. Ihr kennt die Vorgeschichte des Helmes nicht. Stellt Euch dabei immer die folgenden Fragen:

  • Hat der Helm schon Stürze hinter sich?
  • Ist er sonst mal aus größerer Höhe auf den Boden gefallen?
  • Weist er sonstige Beschädigungen auf?
  • Ist er immer ausreichend desinfiziert worden?

Da ihr die Vorgeschichte des Helmes in der Regel nicht kennt, ist es immer besser einen Helm zu kaufen. Die selben Fragen stellt ihr bitte auch, wenn ihr einen gebrauchten Helm kauf. D. h. im Klartext, kennt ihr den Verkäufer nicht oder kann dieser Euch nichts zur Vorgeschichte des Helmes sagen, dann lasst bitte auch die Finger von gebrauchten Helmen. Im Zweifel ist natürlich ein gebrauchter, alter Helm immer noch besser als gar kein Helm.

Der Helmkauf

Bevor ihr einen Helm kauft, müsst ihr erst einmal den Kopfumfang Eures Kindes messen. Dazu nehmt ihr ein handelsübliches Maßband und legt es an der breitesten Stelle des Kopfes oberhalb der Ohren an. Der dann ermittelte Umfang ist der maßgebliche Kopfumfang, der die Größe des Helmes bestimmt.

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Während für die Kinder die Farbe und die Accessoires ausschlaggebend sind, solltet ihr auf die technischen Eigenschaften des Helmes acht geben. Wichtig an dieser Stelle ist, dass der Helm die EN Norm 1077 der Klasse B erfüllt. Darüber hinaus spielen natürlich noch Passform, Ohrenschutz, Verstellbarkeit, Lüftung, Akustik, Funktionalität der Schnalle und Isolation eine entscheidende Rolle beim Helmkauf.

Kauf im Internet oder Sportfachgeschäft?

Hier muss ich mal eine Lanze für das Sportfachgeschäft brechen. Da die Passform des Helmes das A und O ist, macht es Sinn, dass Euer Kind mehrere Helme anprobiert und ihr sicher seid, dass der Helm auch richtig passt. Darüber hinaus könnt ihr direkt akustische Eigenschaften des Helmes testen. Denn gutes Hören ist für ein gutes Gleichgewicht wichtig.

In das Sportfachgeschäft könnt ihr auch direkt die Skibrille Eures Kindes mitnehmen. Denn Skibrille und Helm bilden eine Einheit und sollten unbedingt zueinander passen. Das könnt ihr direkt ausprobieren und Euch beraten lassen.

Die Passform

Der Helm sollte weder zu groß noch zu klein sein. Während ein zu kleiner Helm sehr schnell von Eurem Kind entlarvt wird, wird es sich bei einem zu großen Helm nicht beschweren. Der Helm sollte fest sitzen, nicht rutschen und auch bei Bewegung nicht hin- und herschlackern. Moderne Verstellmechanismen im Nacken sind zwar ein gutes Mittel zur Feinjustierung, dennoch darf ein Helm für Kinder nicht zum „Mitwachsen“, sprich zu groß gewählt werden. Einfache, auch für Kinderhände mit Handschuhen leicht zu bedienende Verschlüsse sowie eine altersgerechte Optik sind ebenfalls wichtige Kriterien, damit die Kinder auch Spaß an ihrem Helm haben und ihn gerne aufsetzen.  Den Helm zum „Mitwachsen“ etwa durch eine Mütze auszupolstern ist eine Idee, aber eben eine sehr Schlechte. Der Helm wird die Mütze bei einem Sturz als Gleitlager nehmen und vom Kopf rutschen und nicht mehr schützen. Deshalb kauft den Helm immer nur so, dass ihr ihn durch den Einstellmechanismus so einstellen könnt, dass er direkt auf dem Kopf gut sitzt. Gegen Kälte könnt ihr Eurem Kind bei Bedarf eine Sturmhaube unterziehen. Diese ist dünn genug, um den Sitz des Helmes nicht zu beeinträchtigen.

Wenn ihr all diese Dinge beachtet, könnt ihr sicher sein, Eurem Kind den perfekten Schutz gekauft zu haben. 

Helm nach Sturz austauschen

Euer Kind ist mit dem Helm schwer gestürzt? Der Helm zeigt bereits Risse in der Schale? Oder der Helm ist mal aus größerer Höhe auf den Boden gefallen? Dann solltet Ihr den Helm direkt austauschen. 

Für unsere Tochter haben wir uns für ein Modell der Marke Casco entschieden. Dieser bietet neben einer exzellenten Passform vor allen Dingen eine optimale Verstellmöglichkeit und einen für Kinderhände leicht zu bedienen Verschluss. Die Ohrenpartie ist gut gefüttert, ohne dabei das Hörvermögen zu beeinträchtigen.

Letzte Aktualisierung am 22.07.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

 

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Vater einer Tochter, verheiratet, begeisterter Skifahrer, Skilehrer und Dolomiten-Fan. Meine Beiträge beziehen sich auf über 10 Jahre Erfahrung aus dem Skilehrwesen und aus eigener Erfahrung mit meiner Tochter.

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  1. Hey Martin, auch wir haben für unsere Kinder Helme von Anfang an gekauft, auch bei den ersten Versuchen als „Windel-Bomber“. Uns war einfach wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen und wir sicher sein können, dass die Helme passen. Die Köpfe sind so unterschiedlich in der Form und im Verleih hat man da wenig Auswahl. Freunde von uns haben für die Kinder die Helme die ersten Urlaube ausgeliehen und hatten immer „Stress“ mit schlecht sitzenden Helmen und mussten dann tauschen. Mittlerweile kennen wir viele, die lieber kaufen statt leihen.

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  2. Den Ausführungen weiter oben kann ich eigentlich nur zustimmen! Ich stehe immer vor ähnlichen Problemen und weise in puncto Ski fahren einen ähnlichen Hintergrund wie Martin auf… mit weniger Erfahrung auf Reisen, jedoch auf Board und Ski 😉 . Der Helm sollte meiner Meinung nach mit Sicherheit in Ordnung sein… und dann ist er entweder neu oder wie bei uns evtl. vom älteren Geschwisterkind…
    Ich habe mich für einen Salomon Grom entschieden. Vor allem die In-Mold-Bauweise macht ihn unschlagbar leicht (Bauart wie bei den meisten Fahrradhelmen). Da unser Kind eher zart gebaut ist, war mir das wichtig, auch wenn damit einher geht, dass der Helm empfindlicher ist als manch anderer Kinderhelm – nur eben auch leichter… Die Passform sowie Anpassung/Verstellung sind wirklich in Ordnung… und mit einem UVP von 59,99€ (und realen Preisen um 45€) ist er auch erschwinglich.
    MfG S.P.

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